5 Tipps, wie du im Zug gesund, ergonomisch und smart arbeitest.

Vom 15. bis am 21. Mai ist «Work Smart Week». Arbeiten ist heutzutage nicht mehr an einen Ort gebunden, so kann auch der Zug gut als Arbeitsplatz fungieren. Für viele Berufstätige und Studenten gehört es zum Alltag, die Zeit unterwegs zum Arbeiten zu nutzen. Dank Online-Speicher, E-Mail-Verkehr, Skype und einer immer schnelleren mobilen Internetverbindung lässt sich das Büro praktisch in den Zug verlagern.

Beim mobilen Arbeiten sollte dennoch die Gesundheit nicht vernachlässigt werden. Mit diesen Tipps und Trick bist du gewappnet, um gesund, ergonomisch und smart im Zug zu arbeiten.

1. Nimm eine gesunde Körperhaltung ein.
Die suboptimale Körperhaltung steht dem gesunden Arbeiten im Zug am meisten im Weg. Zwar lassen sich die Sitze für gewöhnlich neigen, um angenehm lesen zu können. Einen ergonomisch anpassbaren Bürostuhl ersetzen sie aber keinesfalls. Genau darum ist es beim Arbeiten im Zug wichtig, dass du auf die Körperhaltung achtest und die Sitzhaltung häufig änderst. Mit dem sogenannten «dynamischen Sitzen», beugst du Rückenschmerzen und Schulterbeschwerden vor.

Um die bestmöglichen Arbeitsvoraussetzungen im Zug zu schaffen, suchst du am besten einen Fensterplatz mit Steckdose und Tisch. Dort hast du genügend Platz und kannst dank der Ablagefläche auch eine bessere Haltung einnehmen. Die typische Arbeitshaltung unterwegs mit Laptop auf dem Schoss und gekrümmtem Rücken kannst du so vermeiden und Nackenbeschwerden vorbeugen.

Sollte einmal kein Fensterplatz mit Tisch verfügbar sein, kannst du eine stabile Tasche als Unterlage verwenden, die dich darin unterstützt, einer schlechten Haltung entgegenzuwirken. Zukünftig sind in den Zügen Abteile zum Arbeiten geplant, in denen du auf Barhockern mit Blick nach draussen unbeschwert mit einer besseren Körperhaltung arbeiten kannst.

Der Laptop ist beim mobilen Arbeiten ein ständiger Begleiter. Er ist einfach zum Mitnehmen und für das Arbeiten im Zug gut geeignet. Ein Nachteil ist jedoch, dass sich der Bildschirm nah an der Tastatur befindet, was wiederum das Tippen erschwert. Am besten verwendest du eine externe Tastatur und Maus, um nicht auf das Mousepad beschränkt zu sein.

2. Achte auf die Beleuchtung.
Über einen längeren Zeitraum auf den Bildschirm zu starren, strengt deine Augen an, eine schlechte Beleuchtung verstärkt diesen Effekt. Mit einer richtigen Beleuchtung und einer hohen Bildschirmhelligkeit kannst du deine Augen schonen und Augenbeschwerden sowie Ermüdungserscheinungen vorbeugen.

Das Tageslicht ist die beste Beleuchtung und zwar wenn es seitlich auf den Bildschirm fällt anstatt von hinten oder vorne. Am besten setzt du dich also nicht direkt unter eine Lampe, sondern ein Stück nach rechts oder links. Wenn du abends arbeitest, kannst du eine ansteckbare USB-Bildschirmleuchte verwenden.

Ein weiterer Trick: Um die Leserlichkeit am Bildschirm zusätzlich zu verbessern, kannst du die Schrift vergrössern. Falls die Buchstaben dennoch zu klein erscheinen, kannst du den Bildschirm heranzoomen. In Microsoft Windows 10 geht das einfach mit der «Bildschirmlupe», und auf Mac OS X mittels dem Menu «Bedienungshilfen → Zoomen».

3. Arbeite fokussiert.
Beim Arbeiten im Zug können Ablenkungen wie laute Reisegruppen oder Durchsagen störend sein. Sogenannte lärmreduzierende Kopfhörer können hier Abhilfe schaffen, damit du dich in Ruhe konzentrieren und den Lärm der Umwelt ausschalten kannst. Zum Telefonieren sind Kopfhörer mit Mikrofon oder ein Headset zu empfehlen. Du kannst dich besser auf das Gespräch konzentrieren und verstehst den Gesprächspartner erst noch besser.

Einer der wohl wichtigsten Aspekte des mobilen Arbeitens ist eine stabile Internetverbindung. In der Schweiz mit den vielen Tälern und Tunnels kommen Unterbrechungen des Empfangs vor, wodurch die Konzentration gestört werden kann. Ein qualitativer Hotspot vom Smartphone aus beugt Unterbrechungen vor. Zudem sind SBB Züge mittlerweile mit 4G-Repeatern ausgestattet, weshalb du auch unterwegs immer guten Empfang hast.

Wenn du dir Sorgen vor neugierigen Blicken der Mitreisenden hast, kannst du dir eine Blickschutzfolie für den Laptop kaufen. So kannst nur du auf den Bildschirm sehen und sorgenfrei auch an sensiblen Informationen arbeiten. Steckdosen in den Abteilen von Intercity-Zügen und S-Bahnen sorgen für ausreichend Strom. Lade dein Laptop immer vor deiner Abreise auf, für den Fall, dass in deinem Regionalzug doch keine Steckdose verfügbar ist.

4. Vermeide Stress.
Zeitmanagement ist das A und O beim mobilen Arbeiten. Welche Aufgaben stehen unterwegs an? Auf jeden Fall solltest du Pufferzeiten einplanen, denn unter Umständen gibt es Verspätungen oder der Empfang funktioniert nicht immer störungsfrei.

Die Zeit im Zug zu maximieren ist Gut und Recht. Aber um Stress zu vermeiden, solltest du genügend Erholungsphasen und Pausen einplanen. Besonders bei langen Strecken ins Ausland solltest du dich zwischendurch bewegen und das ein oder andere Nickerchen einlegen, um wieder Energie zu tanken. Ein aufblasbares Nackenkissen mag nicht sehr modern wirken, verhilft dir dafür zu einem erholsamen Schlaf.

5. Verringere das Traggewicht deines Gepäcks.
Die Technik heutzutage ermöglicht es, viel Gewicht zu sparen und dadurch den Rücken zu schonen. Angefangen beim Laptop, wo es mittlerweile Leichtgewichte unter einem Kilogramm gibt. Diese Notebooks bieten ausreichend Leistungsfähigkeit für anspruchsvollere Aufgaben, aber oft reicht auch ein federleichter Tablet-PC aus. Die Arbeitsmaterialien sollten weitgehend elektronisch auf Speichermedien vorhanden sein. Denn ausgedrucktes Material herumzuschleppen, wäre kontraproduktiv.

Ein Rollkoffer oder ein Rucksack ist für deinen Rücken ebenfalls weit besser als eine Tragtasche. Trotz allen Bemühungen, das Gewicht möglichst gering zu halten, trägt man unterwegs schnell zwei bis drei Kilogramm an Material herum.

#weworksmart.

Work Smart Rucksack.
Bild: Work Smart Initiative / www.work-smart-initiative.ch

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Work Smart Initiative.
Im Frühjahr 2015 gründeten die SBB zusammen mit anderen Schweizer Arbeitgebern die Work Smart Initiative. Mit der Förderung flexibler Arbeitsformen sollen folgende Ziele erreicht werden: Motivierende Rahmenbedingungen für hoch qualifizierte Arbeitnehmende schaffen; den Arbeitsmarkt für Fachkräfte besser erschliessen; Ressourcen und Verkehrsinfrastrukturen smarter nutzen. Mehr Informationen: www.work-smart-initiative.ch/

 

Text: Nadia Stillhart Diallo, Projektleiterin Nachhaltigkeit SBB

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