Morgenstund hat Gold im Mund: Aus dem Alltag einer Trainee.

6.15 Uhr: Ein neuer Tag steht an und somit auch eine neue Möglichkeit, um bei der SBB etwas ins Rollen zu bringen! Mein Outlook hat mir gestern Abend versichert, dass mein Weg heute zuerst an den SBB Hauptsitz im Wankdorf führt. Ich wohne in Bern – ist daher sehr praktisch für mich! So einfach läuft’s natürlich nicht immer, denn mein offizieller Arbeitsort ist Olten. Ich habe mich absichtlich eine halbe Stunde früher aufs Velo geschwungen, damit ich mich vor dem ersten Workshop um acht Uhr noch mit einer Trainee-Kollegin zum Kaffee treffen kann. Ich erhoffe mir ein paar hilfreiche Tipps zum Aufbau einer Seite im SBB internen Wissensmanagement-Tool. Meine Kollegin ist sehr versiert darin, und da bietet sich ein solch informeller Austausch an, um mit meinem Projekt «Ökosystem für Innovation» rascher voranzukommen.

Trainee-Programm: Bei uns kommst du zum Zug.

Unser Talent-Programm richtet sich an ambitionierte Hochschulabsolventinnen und -absolventen mit Potenzial für Fach-, Projekt- oder Führungsfunktionen. In vier Förderstellen übernimmst du herausfordernde Arbeiten und eine wichtige Rolle in ausgewählten Projekten. Du erhältst während 18 Monaten einen spannenden Einblick in die SBB mit den Vorteilen eines attraktiven Einsteigerlohns.

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Vormittag: «Chopf abe u schaffe».

Oha, die Zeit rennt und ich muss mich bereits wieder verabschieden. Der bevorstehende Workshop ist sehr vielversprechend: Es geht um 3D-Printing, ein Projekt, das ich am Rande begleiten darf. Ich höre interessiert zu, mache mir Notizen und bringe mich in einer späteren Phase des Workshops mit Verständnisfragen, aber auch mit kritischen Fragen und Anregungen ein.

Das einzig typische an einem Trainee-Alltag ist der ständige Themenwechsel. So ergeht es mir auch heute. Gleich geht es nämlich weiter mit einer Skype-Besprechung zum Thema «Supply Chain Optimierungsstrategie Ersatzteile bei SBB Cargo». Im Projektteam stellen wir uns gegenseitig unsere erarbeiteten Teile vor und diskutieren Uneinigkeiten aus. In ein paar Tagen geht es ums Einreichen des ersten Entwurfs. Wir verteilen somit die Verantwortlichkeiten für die Finalisierung und vereinbaren eine kurze Skype-Konferenz kurz vor Abgabe zum letzten Review.

Und was nun? Es bleiben mir eineinhalb Stunden bis zur Abfahrt des Zuges nach Olten. Genügend Zeit also, um mir im Grossraumbüro ein Plätzchen zu ergattern und an der Supply-Chain-Strategie weiterzuschreiben. Die Zeit bis zur Deadline ist knapp. Ich habe mich für verschiedene Fokusthemen innerhalb der ersten Förderstelle entschieden und muss die Zeit gut einteilen. Dieses Jonglieren ist aber auch gerade das Faszinierende. Ich erhalte einen sehr breiten Einblick in die Schlüsselthemen von Asset Management und darüber hinaus in die Herausforderungen der gesamten SBB Cargo.

Mein Magen knurrt und mein Kalender erinnert mich an den Mittagstermin mit meiner Mentorin in Olten. Wie so oft bietet sich die Zugfahrt für administrative To-dos an: E-Mails bearbeiten und Termine koordinieren. Ich organisiere für unseren Trainee-Jahrgang eine Besichtigung des Rangierbahnhofs in Lausanne Triage und informiere nun meine Gspändli über den Tagesablauf und die nötige Schutzausrüstung.

Mittag: Selbstreflexion zur persönlichen Weiterentwicklung.

Ungefähr einmal im Monat darf ich mich auf ein solches Mentoring-Treffen freuen. Wir tauschen uns zu fachlichen aber auch persönlichen Themen aus. Heute steht die dritte Förderstelle im Fokus. Ich möchte die einzigartige Chance nutzen, in eine im Ausland stationierte Partner- oder Tochterfirma der SBB hineinzusehen. Wir ziehen meinen persönlichen Entwicklungsplan herbei und wägen die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten im Hinblick auf meine Ambitionen nach dem Trainee-Programm ab. Beim Kaffee legen wir das nächste Treffen fest. Ich erhalte zusätzlich die Hausaufgabe, ältere Trainees zu ihrem Einsatz in einer dieser Firmen zu befragen.

Nachmittag: Letzter Gipfelaufstieg des Tages.

Den Nachmittag läuten mein Arbeitskollege und ich mit einer Brainstorming-Session ein. Unser Ziel: die Struktur des Ökosystems für Innovation aufgleisen. Wir nehmen uns genügend Zeit und malen auf Flip-Charts alle möglichen Varianten auf, bewerten diese, verwerfen einige wieder und entwickeln die vielversprechendsten zwei weiter. Mitte Nachmittag haben wir mit unserem Chef einen Termin vereinbart, um die Erkenntnisse mit ihm zu besprechen. Wir pflegen einen regelmässigen Dialog und können so sicherstellen, dass wir uns in die gewünschte Richtung bewegen.

Der Abend steht früher vor der Tür als mir lieb ist. Es war ein lehrreicher und erfolgreicher Tag, der aber noch nicht ganz zu Ende ist. Nun geht’s nämlich mit dem Zug zurück nach Bern und ab ins Training. Eine gesunde Mischung zwischen Arbeit und Freizeit ist mir persönlich sehr wichtig und wird von der SBB unterstützt. Den morgigen Arbeitstag werde ich mit einem frischen Kopf und voller Tatendrang in Angriff nehmen!

 

Text: Miriam Ryf, Business Trainee bei Asset Management – Einkauf & Supply Chain, SBB Cargo

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