Ausnahmezustand auf dem SBB Netz.

Von Juni bis September finden in der Schweiz rund 250 Anlässe statt. In dieser Zeit wollen neun Millionen Besucher von A nach B transportiert werden. Wie die SBB diese Meisterleistung bewältigt, erzählen drei Mitarbeitende. Erfahre wie Thomas, Marcel und Ljulzim die Ausnahmezeit erleben.

 

Thomas, der Langzeitplaner.

Thomas Zieberg ist zuständig für den Einsatz der Kundenbetreuer an den Bahnhöfen. Seine Arbeit für die Sommerevents fängt Monate im Voraus an. Er koordiniert 18 Teamleitende und 600 zusätzliche Mitarbeiter. Um dir am Bahnhof zu helfen, plant er die Einsätze der Kundenbetreuer ein. Die Betreuer beantworten dir am Bahnhof fragen und führen dich zu deiner gewünschten Zugverbindung. Mit ihrer Hilfe soll am Bahnhof ein reibungsloser Ablauf möglich sein. «Alleine die Präsenz eines SBB Kundenbetreuers am Bahnhof ist für die Kunden wertvoll,» erzählt er uns. «Dies gibt den Reisenden das Gefühl, jederzeit gut betreut zu sein» und er fügt hinzu: «Die meisten Kunden schätzen diesen Extraeinsatz der SBB sehr.»

 

Marcel, der Spezialist für den Plan B.

Marcel Rupp organisiert die betriebliche Abwicklung und bietet die Kundenbetreuer vor Ort auf. An Tagen, an welchen mehrere Grossevents stattfinden, ist Marcel gefordert. Die Bahnhöfe werden an diesen Tagen mit Menschen überströmt. Er erzählt vom Züri Fäscht: «Sobald das Feuerwerk vorbei ist, strömen alle Besucher zum Bahnhof. Zu diesem Zeitpunkt leisten wir einen Extraeinsatz und bieten genügend Kundenbetreuer auf. Die Betreuer führen die Reisenden zu den Geleisen, um eine gleichmässige Auslastung der Züge zu erreichen.» Marcel hat immer einen Plan B bereit, mit welchem er die Menschen, die verspätet aus einem Konzert bei den Zügen eintreffen, nach Hause bringen kann. Er koordiniert sich für die Events mit internen und externen Partnern. Für die Sicherheit arbeitet er mit der Transportpolizei und für die Sauberkeit mit RailClean zusammen.

 

Ljulzim, der Nachtarbeiter.

Ljulzim Djambazi ist Reinigungsspezialist am Bahnhof Luzern und schaut mit seinem Team, dass du in einem sauberen Zug fahren kannst. Die Reinigungsteams arbeiten rund um die Uhr. Die letzte Schicht fängt um 22 Uhr an und dauert bis Morgen um 05 Uhr. In der Nacht reinigt sein Team die Züge von oben bis unten. Konkret heisst dies: Abfallentsorgung, Fenster reinigen, Staub saugen und natürlich die Toiletten sauber machen. Ljulzim und sein Team sind gut eingespielt: Auf diese Weise können sie die hohen Anforderungen an die Sauberkeit in den Zügen erfüllen. Ljulzim erklärt im Gespräch: «Mit dem Zug ist es das Gleiche, wie in einem Hotel: Wenn der Zug gründlich gereinigt ist, sind die Kunden zufrieden.» Während des Tages macht er mit seinen Leuten im Zug eine Sichtreinigung. Diese Art der Reinigung muss schnell gehen, da die Züge während des Tages nur für kurze Zeit im Bahnhof stehen. Ljulzim erzählt uns am Ende des Gesprächs: «Ich erinnere mich noch gut an die EM 2008: Wir hatten in dieser Zeit zwar sehr viel Arbeit. Die vielen Nationen und die gute Stimmung der Holländer haben uns jedoch stark motiviert.» Deshalb schaut er auch diesem Sommer zuversichtlich entgegen.

 

 

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