Energieschonend unterwegs mit der Zürcher S-Bahn.

Züge, die sich selber in den Schlummermodus setzen, eine Wärmepumpe, die im Winter heizt und im Sommer kühlt sowie LED-Beleuchtung anstelle der antiquarisch anmutenden Fluoreszenz-Röhren: Die SBB unternimmt bereits einiges, damit ihre älteren Fahrzeuge möglichst energieschonend unterwegs sind. Wir haben letztes Jahr bereits darüber berichtet.

Aber auch die neueren Fahrzeuge haben noch Luft nach oben, was den Verbrauch von Energie betrifft. Zu ihnen zählt etwa der Doppelstock-Triebzug DTZ, der seit zehn Jahren in der Zürcher S-Bahn unterwegs ist und dort mithilft, jeden Tag rund 450 000 Fahrgäste von A nach B zu transportieren. Die SBB nahm im letzten Jahr einige Anpassungen der Fahrzeugleittechnik-Software vor. Sie ist sozusagen das «Gehirn» des Fahrzeuges und steuert alle elektrischen und pneumatischen Geräte in einem Zug. Neu steuert das Fahrzeug die Heizung aufgrund zusätzlicher Signale: Nur wenn Kunden im Zug sitzen, wird das Fahrzeug auch geheizt oder gekühlt.

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Zudem wurde für den Lokführer die Anzeige angepasst: Das Display im Führerstand zeigt jetzt an, bei welcher Stellung des Fahrbremsschalters der Zug ausschliesslich elektrisch bremst. Dies hilft mit, soviel Energie wie möglich beim Bremsen ins Netz zurück zu speisen. Dank dieser Programmierung verbrauchen die DTZ-Züge nun einen Achtel weniger Strom resp. sparen 13 GWh pro Jahr. Die Einsparung entspricht dem Energieverbrauch von 3250 Schweizer Haushalten. Oder anders gesagt: Damit könnte ein einzelner DTZ zusätzlich nochmals 50 Mal um die Welt fahren.

Das ist aber noch nicht alles: Die Energie-Spezialisten haben weiter gearbeitet und gemeinsam mit dem Hersteller weitere Energiefresser eliminiert. Beispiel: Ist der Zug abgestellt, so werden in Zukunft die Heizung und Klimatisierung nur noch von einer Zughälfte aus gespeist, die so nicht mehr benötigten Komponenten der Stromversorgung können getrost abgeschaltet werden. Weiter wird das Licht in der Abstellung komplett abgeschaltet und der Bioreaktor des WCs abgetrennt. Dies spart Energie und verringert gleichzeitig den Abstelllärm. Dies alles passiert ab diesem Sommer in den verschiedenen SBB Werkstätten, 2019 sollten die Arbeiten beendet sein.

Energy Challenge 2016.

Nicht nur die SBB kann mit neuen Technologien dazu beitragen Energie zu sparen, auch du kannst dich im Alltag für einen verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen einsetzen. Wenn du mehr übers Energie sparen und erneuerbare Energien wissen möchtest, empfehlen wir dir die Energy Challenge-App. Dort findest du nicht nur praktische Tipps für den Alltag, du kannst auch deinen Energieverbrauch überprüfen und hast im Quiz regelmässig die Möglichkeit, tolle Preise zu gewinnen. Erfahre mehr über die Energy Challenge 2016.

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