Auf der Fährte des Foxtrail im Jura.

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Es gilt einen Schatz zu finden, der vor bald 500 Jahren von Mönchen aus einem Kloster im Kanton Jura entfernt worden ist. Nach Lausanne, Lugano, Luzern und einigen anderen Städten ist der Foxtrail nun auch in Delémont angekommen.

Die jüngste Hauptstadt der Schweiz und ihre malerische Umgebung bietet einen gelungenen Schauplatz für die beliebte Schnitzeljagd. Für uns ist der Jura aus unerklärlichen Gründen ein blinder Fleck auf der Schweizerkarte. Und dies, obwohl Delémont von Basel aus in rund einer halben Stunde erreichbar ist.

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Als begeisterte «Foxtrailer» (und Jura-Banausen) können wir uns den neusten Parcours nicht entgehen lassen. Kurzerhand entscheiden wir uns für die Anreise mit dem Zug, so dass wir uns unterwegs voll und ganz auf die Landschaft konzentrieren können.

Vom Fensterplatz im Neigezug aus lassen wir die immer markanter werdende Gegend auf uns einwirken. Der Jura hat seinen Namen verdient, denn die Hügellandschaft hat Millionen Jahre alte Schichten aus Kalk, Ton, Eisenerz und Glassand an die Oberfläche gebracht – und sogar die eine oder andere Dinosaurierspur.

Vorurteile ablegen im Jurassischen Museum.
Die beeindruckende Geologie und die turbulente Entstehung des Kantons werden wir im Jurassischen Museum in Delémont später noch besser nachvollziehen können. Das vom Heimatschutz ausgezeichnete Museum hat die Identität des Juras anhand von sieben gängigen Vorurteilen aufgearbeitet. Wir werden unter anderem erfahren, dass der Jura für mehr als Tête de Moine-Käse und Mönchstum steht. Oder dass es mehr Kühe als Freiberger Pferde gibt.

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Die Zugfahrt kommt ihrem Ende zu. Die letzten zehn Minuten faszinieren uns speziell, denn die Geleise verlaufen entlang dem Fluss Birs genau auf der Kantonsgrenze zwischen Basel-Landschaft und Solothurn. Wo bleibt nur der Jura? Erst als der Zugführer unsere Haltestelle ankündigt, überqueren wir noch rasch die Grenze zum Kanton Jura.

Der «TheSaurus» Foxtrail.
Delémont hat zwei gut erhaltene Stadttore und eine über 600 Jahre alte Brücke, die früher als Hauptverkehrsachse zwischen Basel und Biel gedient hat. Die frühere Hauptstrasse wurde nach der Unabhängigkeit vom Kanton Bern im Jahr 1974 in «Rue du 23-Juin» umbenannt. Ja, in Delémont kann Geschichte hautnah erlebt werden.

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Unsere Foxtrail-Startunterlagen samt Instruktionen für den ersten Posten haben wir mit der Online-Reservation erhalten und mitgebracht. Trotzdem haben wir Mühe den ersten Posten zu finden. Zum Glück hilft uns die nette Helferin hinter der gewählten Helpline-Nummer auf den Sprung…

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Manche Aufgaben sind wirklich knifflig, und die Spuren sind überall versteckt: Oben, unten, links und rechts. Einige sind so clever platziert, dass man sie auch beim mehrmaligen Hinsehen kaum erkennt.

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Andere müssen auf verschiedenste Arten «aktiviert» werden – sei es durch Drücken, Ziehen, Drehen oder sogar SMSlen.

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Wir nehmen das Rennen mit dem imaginären Fuchs auf und verfolgen ihn um Schritt und Tritt. Einen Hinweis müssen wir unterwegs einem speziellen Telefon entnehmen, das sonst nur von Lokführern benutzt wird. Einen Totenkopf müssen wir aus nächster Nähe inspizieren, und sogar der örtlichen Polizei müssen wir einen «Clou» entlocken.

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Der Fuchs wird uns während drei Stunden den Weg durch die Altstadt von Delémont zeigen, in den Zug zur Erkundung der Umgebung locken und seine Spuren in einer Höhle und einer mystischen Kapelle hinterlassen.

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Im natürlichen Umfeld des Fuchses.
Dann plötzlich verlieren wir die Fährte, denn der Fuchs hat uns kurzerhand in sein natürliches Umfeld gelockt. Zum Glück erblicken wir vom Waldweg aus in der Distanz ein Städtchen mit markantem Kirchturm. Ob wir das listige Tier dort einholen werden, um den entwendeten Schatz doch noch zu retten?

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Unser Fazit: So einen anspruchsvollen Foxtrail haben wir wahrhaftig noch nie absolviert! Nach drei Stunden Verfolgungsjagd steht eines fest: Nur dank gutem Schuhwerk und etwas Proviant sind wir dem Fuchs immer wieder auf die Schliche gekommen…

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Den Jura möchten wir auf der nächsten Reise noch besser kennenlernen. Ein Postautofahrer erzählt uns unterwegs vom Jura-Höhenweg, den wir im Sommer bewandern möchten. Und es wäre an der Zeit, die weltweit bekannte Uhrenindustrie besser kennen zu lernen…

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Der Foxtrail ist jeweils vom 1. November bis 31. März im Winterschlaf.

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