James Bond, die Schweiz und ein bisschen von mir.

Wenn ich James Bond höre oder lese, denke ich sofort an einen attraktiven halbnackten Mann. Und wenn ich dann überlege, was dieser James Bond eigentlich macht, tauchen ganz viele Fragezeichen auf. So fragte ich einfach frech über den Tisch meine liebe Arbeitskollegin Nora, wie sie denn den guten James beschreiben würde. Daraufhin kam wie aus der Pistole geschossen: «Er ist Gut und Böse. Er ist ein Frauenheld. Er ist skrupellos. Er kann jede flachlegen. Er ist ein Killer. Er ist charmant. Er ist arrogant. Er ist gefühllos». Ein Traummann?

Ganz ehrlich, ich habe in meinem Leben erst zwei James Bond-Filme gesehen. «Die Another Day» und «Casino Royale». Und da wir hier ja unter uns sind, kann ich euch ja auch erzählen, dass ich nur wegen den Typen mit ins Kino bin. Bis auf das penetrante Product Placement bei «Casino Royale» erinnere ich mich nämlich an nichts mehr.

Aber wenn wir schon beim Kino sind: ab heute läuft «Skyfall» auf den Schweizer Leinwänden. Dass ich überhaupt über den neuen Bond Bescheid weiss, hat übrigens nur damit zu tun, dass ich mir täglich zwei bis drei Coke Zero aus dem Selecta-Automaten im SBB Wylerpark in Bern ziehe. Seit Monaten klebt James nämlich, wenn auch nur als Silhouette, auf meiner Cola.

Und das ist noch lange nicht alles: So weiss ich zum Beispiel das James Bond ein halber Schweizer ist. Seine Mutter kommt aus der Westschweiz. Zugleich sind die Schweizer auch Bonds schlimmste Feinde. Sie haben ihm zweimal eine glückliche Liebe und zweimal die Ehe verunmöglicht. Nichtsdestotrotz, James Bond findet immer mal wieder den Weg in die Schweiz.

Wenn ich nämlich Bond und die Schweiz höre dann fallen mir gleich noch mehr Dinge ein: Ursula Andress (Bond-Girl anno 1962), Anatole Taubmann (Darsteller bei «Quantum Of Solace»), Marc Forster (Regisseur ebenfalls bei «Quantum Of Solace») oder Sean Connery und das Hotel Bergidyll in Andermatt. Okay, das Letzte habe ich gegoogelt aber immerhin. Und wer nun ganz genau wissen will, wer, was, wieso und wo James Bond welche Frau vernascht hat, der liest am besten das Buch «James Bond und die Schweiz» von Michael Marti und Peter Wälty. Und wo liest es sich besser als unterwegs im Zug in Richtung James Bonds Hausberg, dem Schilthorn?

Und wer jetzt denkt, ich gehe den neuen James Bond-Film nicht schauen, der hat sich getäuscht. Vielleicht krieg ich ja dieses Jahr zumindest die Hälfte des Films mit…

 

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4 Kommentare zu “James Bond, die Schweiz und ein bisschen von mir.

  1. Und nicht zu vergessen Carlos „Cablecom“ Leal der in Casino Royale das Spiel überblickte :)
    Was du elegant überschreibst ist in deinem Fall die Frage: Wer ist der bessere Bond? Ich denke wir sind mit einem Vergleich aus Die another Day und Casino Royale zufrieden :) Mangelnde Vorbildung und so

  2. Stimmt. Wer ist der bessere Bond. Also. Grundsätzlich bevorzuge ich ja blonde Bonds. Aber Pierce ist auch nicht schlecht. Kann mich also nicht so richtig entscheiden. Ok für dich wenn ich sage, dass ich sie beide nehmen würde? ;-)

  3. Finde es mutig von dir, in der heutigen Zeit zugeben zu können, dass man kein wirklicher Bond-Fan ist. *Applaus* Ich stehe auch mit der Meinung alleine da, dass «Quantum of Solace» ein hammergeiler Bond war ;-)

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