«Mein Arbeitstag beginnt mit dem besten Espresso in Bern.»

Patrick Schwab ist Leiter des Teams «Projektierung, Bau und Unterhalt» im Solution Center Infrastruktur, liebt neue Herausforderungen, schätzt sein abwechslungsreiches Arbeitsumfeld, agiles Arbeiten und den freien Nachmittag mit seinem Sohn.

Mein Arbeitstag beginnt mit dem besten Espresso in Bern – am Hauptsitz der SBB in Bern Wankdorf. Ich habe mich dort zu einem Gespräch mit einem Projektleiter der SBB Infrastruktur verabredet. Begeistert stellt er mir eine neue Idee für eine umfassende Prozessoptimierung vor und verschüttet dabei doch glatt seinen Kaffee. Seine Absichten sind toll und meine Gedanken drehen sich bereits darum, wie wir diese mit der IT unterstützen könnten. Vorerst fehlt aber noch ein Business Analyst, welcher bei der Erarbeitung der fachlichen Grundlagen hilft. Hier kommt mein Team ins Spiel, das in solchen Aufgaben unterstützt. Ich freue mich auf diese neue Herausforderung und spendiere meinem Gegenüber einen neuen Kaffee. Er wiederum bedankt sich mit einem Gipfeli. Wenn doch jeder Tag so starten würde.


Ein Sparring-Partner für alle Fälle.
Kurz nach neun Uhr treffe ich in unserer «Homebase» an der Eigerstrasse ein. Eines unserer Entwicklerteams steht gerade vor dem Scrum-Board und führt das tägliche kurze Meeting durch, an welchem die nächsten Arbeitsschritte geplant werden. Seit einigen Jahren arbeiten wir nun nach agilen Prinzipien. Selbstständiges und wertorientiertes Arbeiten bildet die Basis dazu. Dadurch hat sich auch meine Rolle als Führungskraft verändert. Statt Aufträge zu verteilen und jedem zu sagen, was er zu tun hat, agiere ich heute vielmehr als Impulsgeber, Sparring-Partner und Unterstützer. Doch auch andere Dinge haben sich verändert, beispielsweise unsere Räumlichkeiten. Kein stereotypes Grossraumbüro mehr, sondern individuell eingerichtete Räume, angepasst an unsere Bedürfnisse. Da sitze ich nun und arbeite meine E-Mail Nachrichten ab und fülle Reports aus. Ganz alles hat sich also doch nicht verändert. Vor der Mittagspause treffe ich mich noch mit einem Mitarbeiter. Er arbeitet an einen Betriebskonzept und bittet um meine kritische Stellungnahme. Eine spannende Diskussion folgt und wir vergessen um ein Haar unser Mittagessen.


Die Weiterentwicklung unserer Organisation.
Am Nachmittag leite ich einen Workshop. Nebst der täglichen «Arbeit im System» nehmen wir uns nun auch vermehrt Zeit, «am System» zu arbeiten. Das bereichsübergreifende Entwicklungsthema, das ich dabei vorantreiben darf, ist die Professionalisierung unseres IT-Produktmanagements. Unser Geschäftsbereich verantwortet heute rund 170 IT-Produkte; von der kleinen Einzelanwendung bis hin zu Systemen, ohne die der heutige Bahnbetrieb nicht mehr funktionieren würde.

Im Workshop gehen wir mit einem interdisziplinären Team auf die verschiedenen Gegebenheiten ein. Es fliessen viele neue und interessante Denkansätze ein. Nur ungern unterbreche ich diesen kreativen Fluss, doch wir nähern uns langsam dem Ende des Workshops.


Mit Schwung ins Familienleben.
Mittwochs muss ich jeweils pünktlich los. Meine beiden Kinder warten in der Kita auf die gemeinsame Heimreise. Schnell sind die Themen aus dem Büro vergessen und ich widme mich voll und ganz den Fragen meiner Kinder und wir planen zusammen bereits das kommende Wochenende. Ich schätze es sehr, dass es bei der SBB auch in leitender Position möglich ist, Arbeits- und Familienleben zu vereinbaren. Dank des starken Teams, das mich unterstützt, konnte ich vor einem Jahr mein Arbeitspensum reduzieren. Mein Wochenende beginnt nun jeweils schon Freitagmittag, wenn mein Sohn aus dem Kindergarten nach Hause kommt. Der anschliessende «Männer-Nachmittag» ist jeweils mein perfekter Start ins Wochenende.

 

Autor: Patrick Schwab, Leiter «Projektierung, Bau und Unterhalt», Solution Center Infrastruktur, Informatik

 

 

 

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